Belize, früher British-Honduras, ehemals britische Kolonie in Mittelamerika, umgeben von den Spanisch sprechenden Nachbarn Mexiko, Guatemala, Honduras, ist seit 1981 unabhängiger Staat mit parlamentarischer Demokratie und Zugehörigkeit zum Commonwealth. Die weniger als 500.000 Einwohner (u.a. Creolen, Mestizen, Garifuna, Maya, Anglo-Europäer, Mennoniten, Asiaten, Araber) - davon 50% unter 18 Jahren - leben auf einer Fläche von ca. 23.300 Quadratkilometern/9101 Quadratmeilen.

Die offizielle Landessprache ist Englisch. In weiten Teilen des Landes ist jedoch Spanisch, Creol, Garifuna, Chinesisch oder Maya verbreitet. Im Vergleich zu seinen Nachbarländern geht es den Menschen dieses Schwellenlandes besser, da Grundnahrungsmittel vorhanden sind. Den meisten ist ein - allerdings nur ein sehr einfaches - Schulsystem zugänglich. Ca. 70% der Bevölkerung können lesen und schreiben. Damit ist die Analphabetenrate deutlich niedriger als bei den Nachbarn. Die geographische Mischung aus karibischer Küste mit ihren vielen kleinen Inseln und der reichen faszinierenden Unterwasserwelt, sowie der tropische Wald der Maya-Mountains und seine Vielfalt, aber auch die Sonne und die warmen Temperaturen locken viele Touristen an. Der Tourismus ist vor allem in den Küstenregionen eine Haupteinnahmequelle.

Belize ist jedoch mehr: Es ist freundlich, entspannt, schön, stolz, arm und gleichzeitig hoffnungsvoll für die Zukunft. Hurrikane wie Mitch, Keith und andere haben in den letzten Jahren immer wieder zu verheerenden Schäden geführt und damit auch die Haupteinnahmequelle (den Tourismus) und Existenzen zumindest zeitweise vernichtet.

Billig ist das Leben in Belize trotz oder besser wegen seiner geringen Infrastruktur nicht, trotzdem drängen viele Immigranten, meist aus den ärmeren El Salvador, Guatemala und Honduras, auf der Suche nach mehr Glück nach Belize.

In der medizinischen Versorgung macht sich die geringe Infrastruktur besonders bemerkbar: Es gibt ein nennenswertes öffentliches Krankenhaus in Belize, welches weder den Anforderungen noch der Zahl der Bevölkerung entsprechen kann. Es befindet sich in Belize City und ist für die vielen Menschen aus den abgelegenen Regionen nur unter größtem Aufwand erreichbar. Viele können sich keine medizinische Versorgung leisten, manchmal nur allein aus dem Grund, dass der Aufwand, diese zu erhalten, zu groß ist. Die hohen Geburtenzahlen und damit die Anzahl der Kinder spiegeln die typische Bevölkerungsstruktur eines sich entwickelnden Landes wieder. Schwangere, Kinder und Alte (ca. 80% der Patienten) sind am meisten von den Missständen betroffen. Neben den bei uns üblichen Erkrankungen überwiegen Infektionen z.B. Tbc, Hepatitis und AIDS, Parasiten, Durchfallerkrankungen, Dengue, Cholera und Malaria. Vor allem fehlt es an Prävention und Aufklärung, um mangelnde Hygiene und Wasserqualität sowie Fehlernährung zu beheben.