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1999 bat die Lions-Clinic in San Pedro, Ambergris Caye, um medizinische Unterstützung und Hilfsgüter, um den Bedürftigen San Pedros kostengünstigere oder - freie medizinische Versorgung zu ermöglichen. Daraufhin entstand mit Hilfe des Lions Club Germersheim und Freunden, dem damaligen Honorarkonsul von Belize, Herrn W. Kahles, sowie Action Medeor, dem deutschen Medikamenten-Hilfswerk, die erste Belize-Hilfe. Im Oktober 2000 wurde aus aktuellem Anlass - Hurrikan Keith hatte über der am dichtesten besiedelten Insel Ambergris Caye (San Pedro) gewütet - die Aktion mit vereinten Kräften wiederholt und ausgeweitet. Es hatten sich viele Spender und freiwillige Helfer, u.a. auch Nurse Natalie Palen, die sich vor Ort nicht nur im Roten Kreuz Belize sondern auch im Hurricane Boards engagiert, angeschlossen. Heute ist sie als Krankenschwester in der Ambergris Hope's Clinic angestellt. 2002 traf Hurrikan Isidore unerwartet hart Merida und Yucatan, Mexiko, und richtete schwere Schäden an. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete Dr. Gonzales als Teil seiner Facharztausbildung in einer Dorfklinik in Izamal, Yucatan. Dringend wurden Nahrung, Medikamente und Kleidung benötigt, um das Ausmaß der Katastrophe nicht noch durch die Ausbreitung von Seuchen oder Hunger zu verschlimmern. Schnell und unbürokratisch war ein kleines Team zusammengekommen. Durch die intensive Unterstützung einer Mitarbeiterin der Firma Henkel in Mexico City, Kirsten Figge, kamen noch in der gleichen Woche Nahrung und Kleidung in Merida an. Ihre Geldspende ermöglichte es, auch die dringend benötigten Medikamente gleich einzukaufen, bis die großzügige Medikamentenspende von Action medeor eintraf. 2003 wurde mit Hilfe des "Belize-Projektes" die "Ambergris' Hopes Clinic" in San Pedro eröffnet. Diese ermöglichte eine preiswerte medizinische Versorgung und die einzige Möglichkeit eines fließenden Überganges von der allgemeinmedizinischen zur spezialisierten Behandlung in einem Versorgungsgebiet von über 20.000 Einwohnern im Umkreis von 35 Kilometern. Es wurde ein OP eingerichtet, ein tragbares Ultraschallgerät mit Spendengeldern erworben, welches besonders in der Geburtshilfe als non-invasive Diagnostikmethode (z.T. lebensnotwendig) gebraucht wird. Außerdem erspart es dem einen oder anderen Patienten die beschwerliche zweistündige Bootsfahrt und die Fahrtkosten nach Belize-City. Weiterhin wurden die Spendengelder für Medikamente, Verbandsmaterial und weitere gebrauchte Geräte (z.B. EKG- Gerät, OP-Geräte, Pulsoximeter, eine Krankentrage und einen Rollstuhl) verwendet. Viele Medikamente sind in Belize sehr teuer, da sie importiert werden müssen, so dass manche Patienten nach der Arztkonsultation kein Geld mehr für sie aufbringen können. Damit diese Patienten trotzdem eine Therapie erhalten, werden kostenlose oder günstige Medikamente in der Klinik abgegeben. Obwohl San Pedro stetig wächst, gibt es immer noch kein (geschweige denn öffentliches) Krankenhaus in San Pedro. Seit der Eröffnung der Ambergris Hope's Clinic konnte vielen Patienten eine preiswerte medizinische Versorgung ermöglicht, sowie die ersten abdominellen Operationen überhaupt auf der Insel vorgenommen werden. Die Nachfrage ist enorm. Die Aufklärung ist ein wichtiger Teil der Prävention von Erkrankungen, deshalb halten wir Vorträge in Schulen und abgelegenen Gemeinden. Zusätzliche Gespräche sollen Ängste abbauen und dazu motivieren, die Vorsorge- und Screeninguntersuchungen wahrzunehmen. Wir informieren u.a. zu den Themen: Familienplanung, Ausbildung, Krebsvorsorge- und Früherkennung, Zahnpflege, Hygiene, Ernährung und infektiöse Erkrankungen (u.a. AIDS), denn seit 2003 ist Belize das Land der höchsten AIDS-Rate Mittelamerikas. 2004 konnte die Klinikeinrichtung durch Spenden nicht nur durch ein Anästhesie-, ein HF-Gerät, Notfallausrüstung, Medikamente und medizinisches Material verbessern, sondern auch mit Hilfe von Action Medeor vertrauliche HIV- Schnelltests anbieten. Wie jedes Jahr konnten wir auch dieses Mal mit gespendeten Nahrungsergängzungsmitteln (u.a. Vitamine), Kleidung, Spielzeug und lehrreichen Kinderbüchern ein paar Familien unterstützen. Ausserdem konnten Bücher und PC-Lernprogramme an die Stadtbücherei in San Pedro übergeben werden, die ein außerschulisches Computerlernprogramm für Kinder anbietet. 2005: Die neue Ambergris Hope's Clinic ist seit 1. Oktober eröffnet: Sie bietet mehr Platz für den großen Andrang an Patienten. Die Klinik hat nun einen Emergency-OP, ein Gynäkologie- und Entbindungszimmer, 2 Sprechzimmer und ein Patientenzimmer für 2 große und 2 kleine Patienten. 2006 wird die Klinik mit u.a. einem Krankenbett, zwei Untersuchungsliegen, einem OP-Tisch, einem Notfallbeatmungsgerät, einem Dampfsterilisator, Medikamenten und medizinischem Material ausgestattet. Ein Teil der Kosten für diese Dinge und des Transport konnte durch Spenden gedeckt werden. Am Belize-Projekt sind auch Einheimische beteiligt, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, sich und ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. Wir möchten da vor allem die einheimische Organisation "Parents Association for Children with Special Needs", die in Belize City behinderte Kinder fördert, erwähnen. Ihnen kamen lehrreichen Kinderbücher dieses Jahr zu Gute. In der Zusammenarbeit mit anderen Organisationen konnten wir dieses Jahr das öffentliche Gesundheitssystem in Belize mit Medikamenten und medizinischem Material unterstützen. Wir freuen uns besonders über die Zusammenarbeit mit der HIV-Organisation Belize, die unter der Leitung des deutschen Infektiologen Dr. Wolfgang Güthoff und seiner Frau Karin steht. Diese hat Ihren Sitz in Dangriga (Südbelize). Dort können neuerdings auch die therapie-entscheidenden CD4-Zellen gemessen werden. Wenn Sie mehr erfahren wollen, schauen Sie unter www.hiv-belize.de im Internet nach. (Das Belize-Projekt ist nicht verantwortlich für den Inhalt verlinkter Seiten.)
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